Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, kann mit gezielter Prävention deutlich gesenkt werden – beispielsweise mit einem gesunden Lebensstil. Konkret bedeutet das:

  • Eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Früchten, wenig Fleisch sowie fett- und zuckerarmen Lebensmitteln
  • Regelmässige Bewegung
  • Geringer Konsum von Alkohol und Verzicht aufs Rauchen

Zudem kann auch eine regelmässige Selbstuntersuchung der Brust, im besten Fall einmal im Monat, helfen, Anomalien aufzudecken.

Vor den Wechseljahren ist der beste Zeitpunkt für eine Selbstuntersuchung eine Woche nach dem Beginn der letzten Regel. Dann ist die Brust besonders weich. Gegen Ende des Zyklus kann das Drüsengewebe unter dem Einfluss von Hormonen anschwellen, und es fühlt sich härter, oft auch etwas knotig an.

Wenn Frauen ihre Brüste zum ersten Mal bewusst abtasten, erschrecken sie vielleicht, weil ihnen das äusserlich glatte Gewebe knubbelig und fremd vorkommt. Besonders bei jungen Frauen mit sehr ausgeprägtem Drüsengewebe kann das der Fall sein. Bei Frauen nach den Wechseljahren ist die Brust oft weicher, weil sich dann das Drüsengewebe zurückbildet und teilweise durch Fettgewebe ersetzt wird. Der Bereich um die Brustwarze fühlt sich etwas härter an, da sich hinter der Brustwarze dichtes Drüsengewebe befindet.

Vorgehen bei einer Selbstuntersuchung der Brust:

  • Die Untersuchung sollte bei guten Lichtverhältnissen und in ruhiger Atmosphäre durchgeführt werden. Diese Untersuchung kann gut unter der Dusche oder beim Eincremen gemacht werden, über nasse oder eingecremte Haut lässt sich die Hand leichter führen.
  • Jede Brust wird mit der jeweils gegenüberliegenden Hand langsam und sorgfältig über die gesamte Oberfläche nach Schwellungen, Knoten oder Verdickungen abgetastet.
  • Systematisch wird jeder Teil der Brust mit zwei Fingern abgetastet. Es ist wichtig, zu spüren, wie sich die Brust direkt unter der Haut und in der Tiefe anfühlt. Dazu muss mit den Fingern unterschiedlicher Druck ausgeübt werden.
  • Oft haben Frauen unterschiedliche Brustgrössen. Daher sollte auf Verkleinerungen oder Vergrösserungen der Brust geachtet werden.
  • Auch auf Formveränderungen, auch bei der Brustwarze, sollte geachtet werden. Es kann zu Einziehungen und Vorwölbungen kommen.
  • Auf Hautausschlag, Rötungen, Verdickungen und Verhärtungen achten.
  • Die Brustwarze ausdrücken und auf Absonderungen achten.
  • Bei gesenktem Arm auch den Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und die Achselhöhle abtasten.
  • Vor dem Spiegel die Brust aus verschiedenen Stellungen betrachten.
  • Idealerweise wird die komplette Untersuchung noch einmal im Liegen durchgeführt.

Die Breast Care Nurse zeigt Ihnen, wie Sie die Selbstuntersuchung genau durchführen. Ein Termin lässt sich ganz einfach vereinbaren, die Kosten übernimmt Ihre Krankenkasse. Um eine allfällige Brustkrebserkrankung möglichst früh erkennen und dementsprechend mit grösseren Heilungschancen behandeln zu können, sind regelmässige ärztliche Untersuchungen und Beratungen wichtig. Die Mammografie ist eine wichtige Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Bei der Mammografie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, die allfällige Anomalien aufzeigt. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass regelmässige Mammografie-Untersuchungen ab 50 Jahren die Sterblichkeit aufgrund von Brustkrebs deutlich reduzieren können.